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Überörtliches Interesse am Thema Flächenverbrauch

Der ÖDP-Kreisverband hatte am Donnerstag, 12. Januar 2023 zu einem Vortrags- und Diskussionsabend zum Thema „Flächenverbrauch stoppen – eine Bestandsaufnahme und mögliche Perspektiven“ eingeladen. Die ÖDP-Kreisvorsitzende Judith Neumair konnte etwa 50 Personen aus Pfaffenhofen und etlichen weiteren Landkreisgemeinden willkommen heißen. Das Dauerbrenner-Thema Flächenfraß sei in der Stadt Pfaffenhofen durch Kuglhof 2 und das Bürgerbegehren „Stoppt den Flächenfraß“ derzeit brisant, so Neumair.

Franz Hofmaier, ÖDP-Bezirksvorsitzender und Referent des Abends zeiget das Ausmaß des Flächenverbrauchs und die daraus resultierenden Probleme auf.

Die Stadt sei in vieler Hinsicht vorbildlich in Sachen Nachhaltigkeit, jedoch sei es nicht nachhaltig, 38 Hektar fruchtbaren Boden einem Gewerbe- und Industriegebiet zu opfern. Denn nachhaltig heiße, dass nur so viel verbraucht werde wie nachwächst.
Ohne politischen Druck von unten könne eine Politik der Nachhaltigkeit nicht gelingen, meinte Neumair und forderte zur Teilnahme am bevorstehenden Bürgerentscheid auf.
Der Referent des Abends, der ÖDP-Bezirksvorsitzende Franz Hofmaier zeigte dann auf, dass von allen politischen Gremien bis in die Europaebene seit vielen Jahren der sparsame Umgang mit Fläche gefordert wird. Dennoch werde allein in Bayern weiterhin mehr als 10 Hektar täglich verbraucht für Siedlungen, Verkehr und Industrie und Gewerbegebiete. Es fehle den zuständigen Behörden an Umsetzungs- oder Durchsetzungswillen, so dass alle ausgegebenen Ziele bisher „krachend verfehlt“ worden seien. Laut einer Recherche des bayrischen Rundfunks würden z.B. die bereits ausgewiesenen Gewerbeflächen in Bayern für die nächsten 10 Jahre reichen.

Die anschließende Diskussion war rege, aber nicht kontrovers. Stadtrat Haiplik betonte, dass Kuglhof II für viele Pfaffenhofener den Verlust von Heimat und Heimatgefühl bedeute. Er befürchtet, die emotionale Bindung der Bewohner zur Stadt und die Kleinstadt-Identität gehe für immer verloren und weiche einer seelenlosen Zweckbeziehung. Fragen unter anderem nach dem zukünftigen Wasserbedarf des geplanten Gewerbegebiets, nach den Kosten für die Werbung und dem konkreten Flächenbedarf der einheimischen Unternehmer wurden laut, so dass ein Teilnehmer spontan die Organisation eines Workshops anbot, um alle offenen Fragen zu sammeln. Sie sollen dann der Stadt vorgelegt werden.

Interessierte, die an dem Workshop teilnehmen möchten, werden gebeten, sich per Mail mit dem ÖDP-Kreisverband in Verbindung zu setzen (pfaffenhofen@oedp.de).

 

ÖDP-Kreisvorsitzende Judith Neumair konnte mehr als 50 Interessierte aus Pfaffenhofen und anderen Gemeinden begrüßen.

Franz Hofmaier lieferte einen lebendigen und informativen Vortrag

Das Publikum danke mit Applaus und diskutierte anschließend rege und engagiert.

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