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Pressemitteilung

Hochwasser und mehr: Wer sich keine Sorgen macht, wird bald welche haben.

Diese alte Weisheit bewahrheitet sich wieder einmal. "Wir hätten uns viel früher und viel mehr Sorgen machen müssen", meint die Kreisvorsitzende Judith Neumair in ihrem Leserbrief.

Eine rote Bank steht in einem überfluteten Bereich

Vorausschauendes und vorsorgendes Denken hilft Krisen zu vermeiden und zu bewältigen.

Es ist berührend und es macht mich dankbar zu sehen, wie sich in der Region aktuell tausende Menschen um einander sorgen und in den Überschwemmungsgebieten retten und helfen ohne Bezahlung. Sich um andere zu sorgen, sich Sorgen zu machen ist in der Tat wichtig.
Viel zu lange wurde uns von der Politik weisgemacht: „Macht euch keine Sorgen, wir haben das im Griff, wir sorgen dafür, dass ihr ein sorgenfreies Leben habt“. Besorgte Stimmen hatten bei Wahlen gegen solche Versprechen keine Chance. Vieles wurde von regierenden Parteien versäumt und verschoben aus Angst Wählerstimmen zu verlieren. Wir hätten uns viel früher viel mehr Sorgen machen müssen. Jetzt haben wir den Salat und die aktuelle Überschwemmung ist nur ein Symptom dafür.  Die Enttäuschung und der Hass gegen „die da oben“, die „nichts im Griff haben“ und „nur Schmarrn machen“ destabilisiert die Gesellschaft und die Demokratie.


Neoliberale wachstumsfixierte Ideologen glauben immer noch, wir müssten uns keine Sorgen machen, die verursachten Probleme ließen sich durch technische Wundermittel und noch mehr Wachstum lösen. Wir werden Technologie brauchen, aber während bisher jede technische Innovation zwar bestimmte Probleme gelöst hat, hat sie auf der anderen Seite neue und noch größere und komplexere Probleme verursacht. Diese sind umso schwieriger zu lösen und kosten immer mehr Geld und Menschenleben. Unbegrenztes Wachstum ist rein logisch nicht möglich.


Auch die AfD verspricht immer noch ein sorgenfreies Leben. Ihre „einfache“ Lösung: Eliminierung der angeblich Schuldigen. Das sind dann abwechseln die „Ausländer“, die „Schwachen“, „die da oben“ oder einfach Andersdenkende. Es ist völlig klar, dass dadurch kein einziges Problem gelöst wird. Der Hass, der oft dahinter steht, ist ein Grund mehr sich große Sorgen zu machen!  


Solidarisch für einander zu sorgen, ist Teil der Lösung und wird in Zukunft noch Not-wendiger. Was hilft noch? Genauso liebevoll für die Natur und Umwelt zu sorgen. Risiken reduzieren, neue (und alte) Technologien sehr kritisch beurteilen, auch wenn sie vielversprechend zu sein scheinen. Sorgfältige Risikofolgenanalysen. Also Vorsicht und langfristige Voraussicht.
Und ehrlich sein. Kein „Es wird schon irgendwie alles gut gehen“-Versprechen. Nicht auf Stimmenfänger-Lügen hereinfallen. Ursachen bekämpfen, statt an den Symptomen rummachen. Umwelt- und Klimaschutz wählen und eine Politik, die sich weltweit dafür einsetzt. Resignation ist keine Lösung! Also: Sich Sorgen machen, für einander sorgen und aktiv werden!

 

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