Ein gutes neues Jahr!

Der ÖDP-Kreisverband wünscht allen seinen Mitgliedern und Kandidaten für die Kommunalwahlen 2020 fröhliche und unbeschwerte Festtage und Glück und Gesundheit in einem friedvollen, segensreichen und erfolgreichen neuen Jahr! Lesen Sie hier die Gedanken zur Weihnacht von unserem Vorsitzenden Richard Fischer.

 

Liebe Freunde und Interessierte,

auch ich möchte die Gelegenheit nutzen, euch und Ihnen allen, ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest zu wünschen. Auch an diesem Fest gehen die Debatten der Gegenwart nicht spurlos vorbei. Denn längst ist nicht mehr nur ein christliches Fest, sondern auch ein Höhepunkt im Jahr des Kapitalismus, sodass es einlädt zu Konsumkritik und einem Klagen über die gegenwärtige Zeit. Aber trifft man den Sinn der Weihnacht, wenn man verhärmt sich lediglich an deren Entleerung abarbeitet? Oder indem man diese Entwicklungen einfach ausblendet und schlicht nur möglichst viel vor sich hin konsumiert?

Ein besserer Weg wäre es, einfach vorzuleben, worin für einen der Sinn des Festes besteht und zu hoffen, andere damit anzustecken. Natürlich ist es sinnvoll, zu überlegen, ob es jedes Geschenk wirklich braucht, unter welchen Bedingungen etwas hergestellt wurde und ob der andere nicht weniger mehr zu schätzen wüsste. Aber man sollte nicht durchwegs im Büßerhemdchen und mit schlechtem Gewissen durch die Gegend laufen, immer mit der Angst, jemand anderer könnte einen bemerken, wie man nicht immer perfekt handelt. Weihnachten ist ein Fest der Freude und nicht alles muss der Überprüfung durch die strengen Kriterien der Vernunft standhalten.

Mich hat in der Debatte unser ehemaliger Parteivorsitzender Bernhard Suttner nachhaltig zum Nachdenken gebracht, der gesagt hat, man bewege sich im Hinblick auf Klima und Umweltschutz zwischen Adorno und Kant. Ersterer hat gesagt, es gebe kein richtiges Leben im falschen, was bedeutet, dass man in einer falsch angelegten Gesellschaft gar nicht richtig leben könne, selbst wenn man es wolle. Man müsse ergo zuerst die Gesellschaft ändern, sonst erreicht man nichts. Der kategorische Imperativ von Kant verlangt, dass jeder so lebt, dass die Intention seines Handelns zum Gesetz erhoben werden könne. Also soll jeder auf sich selbst schauen, dann wird es in der Summe gut. Die Wahrheit liegt dazwischen. Es ist nicht zielführend, die Verantwortung nur dem Staat zuzuschieben, zu protestieren und selbst nichts zu ändern. Genauso wenig zielführend ist es, im Leben anderer nach Anhaltspunkten zu suchen, dass sie umwelttechnisch nicht perfekt sind, damit man selbst nichts ändern muss. Oder auch sein eigenes Leben zu perfektionieren, damit man sich über andere erhaben fühlen kann. In beiden Bereichen wird Verantwortung abgeschoben. Doch nur mit Schritten auf den zwei Ebenen kann man etwas bewegen. Wenn jeder versucht, die Gesellschaft in die richtige Richtung zu verändern und gleichzeitig bemüht ist, seinen Teil dazu beizutragen, dann kann man die Welt verbessern. Nicht nur in puncto Klima und Artenschutz. Das gilt im genauso im sozialen Bereich, im Hinblick auf die Wirtschaft oder schlicht in der Familie.

Ich selbst werde diese Weihnachtstage im Familienkreis verbringen, mein Handy bis 26. Dezember ausschalten und Kraft und positive Gedanken in der Familie und im Gottesdienst tanken. Ich wünsche euch und Ihnen allen das gleiche, nämlich viel Freude und Energie in diesen Festtagen zu gewinnen und damit in ein ereignisreiches und spannendes neues Jahr zu starten, das wieder mannigfaltige Herausforderungen, aber auch so vielfältige Chancen bereithalten wird.

Euer/Ihr

Richard Fischer


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