Führung "900 Jahre Benediktiner in Scheyern" und Workshop"Systemisches Konsensieren"

Pater Benedikt führte die Gruppe der ÖDP-ler und Interessierte durch die Jubiläumsausstellung des Klosters und zeigte und erklärte uns Exponate aus neun Jahrhunderten in den sonst unzugänglichen, historischen Räumen des Klosters und im barocken Bibliotheksaal. Einige Teilnehmer blieben dann gleich in Scheyern, um beim abendlichen Workshop mit dem Trainer für Gewaltfreie Kommunikation und Moderator für Systemisches Konsensieren, Bernd Bötel dabei zu sein. Im Nebenzimmer der Klosterschenke zeigte er eine interessante Alternative zur herkömmlichen, oft polarisierend und spaltend wirkenden Mehrheitswahl auf. Nach der kurzen Vorstellung der Methode, probierten die Teilnehmer gleich ganz praktisch aus, wie man Kompromisse und Entscheidungen finden kann, mit denen alle Beteiligten leben können und erlebten die konfliktlösende Wirkung. Hier eine kurze Zusammenfassung der Methode:

 

Das Systemische Konsensprinzip

einfach  –  effizient  –  nachhaltig  –  konfliktlösend

Vorgehen:

1. offene Frage für ein Problem formulieren
2. Vorschläge sammeln und Passivlösung „alles bleibt beim alten“ hinzufügen
3. Stimmungsbild einholen: „Wie viel Widerstand habt ihr gegen die Lösung A (B, C, …)“ Vorschläge bewerten mit 0-10 Widerstandspunkten pro Vorschlag
4. Vorschläge kreativ verfeinern: Personen, die hohen Widerstand gegen den eigenen Lösungsvorschlag signalisiert haben kontaktieren und zwei Fragen stellen:
a) Welche Bedürfnisse sind für euch bei meinem Vorschlag nicht erfüllt? - Gut zuhören.
b) Wie kann ich meinen Vorschlag ändern, damit ihr weniger Widerstand gebt? - Gut zuhören!
5. Verfeinerte Vorschläge abschließend bewerten: geringster Gesamtwiderstand = größte Akzeptanz

Was ist das Besondere am systemischen Konsensieren?

Jede Lösung hat Vorteile und Nachteile. Oft bringt eine Lösung der Mehrheit einen kleinen Vorteil, aber der Minderheit enorme Nachteile („Kosten“). Bei einer Mehrheitsabstimmung würde diese Lösung angenommen, aber für die Minderheit sind die Kosten so hoch, dass sie nur sehr schwer damit leben können. Sie werden rebellieren und es kommt zu Polarisierung.

Mit der Methode des Konsensierens findet man heraus, ob die Vorteile einer Lösung die „Kosten“ für alle Beteiligten übersteigen.
Bei Abstimmungen, die eine Polarisierung befürchten lassen, ist die Schritte 3 und 4 von großem Vorteil und notwendig, um wirklich aussichtsreiche Lösungsvorschläge zur Abstimmung zu bringen. Gutes, ab besten aktives Zuhören hilft dabei sehr.

Europa-Abgeordneter Prof. Klaus Buchner zu Gast in Pfaffenhofen

Pfaffenhofen. Seit 5 Jahren arbeitet der Atomphysiker Prof. Klaus Buchner als Europa-Parlamentarier und wird als einer der erfolgreichsten Abgeordneten anerkannt. Am Freitag, 24. Mai 2019 kommt er nach Pfaffenhofen und nimmt sich einen ganzen Tag Zeit für die Stadt. Für den Nachmittag hat der ÖDP-Kreisverband Treffen und Besprechungen zum Thema Digitalisierung, Möglichkeiten von Ressourcenschonung und Verminderung der Strahlenbelastung organisiert. Auch eine Führung durch die Jubiläumsausstellung „900 Jahre Benediktiner in Scheyern“ steht auf dem Programm.  Um 19 Uhr hält Prof. Buchner dann einen öffentlichen Vortrag im Pfarrsaal in der Scheyererstraße 2. Unter dem Thema „Europa ist zu wertvoll, um es Populisten & Lobbyisten zu überlassen“ wird er zwei Tage vor der Europawahl die Dringlichkeit und Notwendigkeit einer gemeinsamen Politik der europäischen Nationen vor Augen führen. Internationale Probleme brauchen internationale Lösungen. Kein Nationalstaat alleine kann die Herausforderungen der Friedenspolitik, der Folgen des Klimawandels und der neuen digitalen Technologien allein bewältigen. Wir brauchen die Werte, auf die die EU sich gründet. Wir brauchen Europa, auch wenn es an vielen Stellen verbessert werden muss, um bürgernah und demokratischer zu werden. Was jeder mit seiner Stimme zu dieser notwendigen Verbesserung beitragen kann, wird Prof. Buchner im Vortrag erläutern. Am nächsten Tag, am Samstag, 25.Mai, wird der EU-Parlamentarier dann am Infostand der ÖDP für Fragen zur Verfügung stehen und wer will, kann sich dort auch sein Buch „Die Diktatur der Märkte – Aufbruch in die sozio-ökologische Wende!“ von ihm persönlich signieren lassen.

 

Programm für den Besuch von Prof. Dr. Klaus Buchner in Pfaffenhofen:

Freitag, 24. Mai 2019
13.00 Uhr „Digitalisierung"

Ort: in den Räumen des Bürgernetzvereins Pfaffenhofen(www.bn-paf.de) am Sparkassenplatz in Pfaffenhofen

Thema „Welche Aufgaben und welche Bedeutung haben die deutschen Bürgernetzvereine und was wünschen sie sich von der Europapolitik.“

Treffen mit einem Vorstand des Deutschen Bürgernetz-Dachverbandes sowie Mitgliedern des Bürgernetzvereins Pfaffenhofen.

Anschließend:
Thema „Vorschläge zur Ressourcenschonung durch Digitalisierung“ und „strahlungsärmere Digitalisierungsanwendungen“

mit Anwendungsbeispielen von www.clouditem.co (Internet of offline things)

Anschließend:
Thema „Förderung von digitaler Normierung und Standardisierung in Europa“

Vorstellung eines örtlichen Start-up-Unternehmens (www.myvdn.de), mit Vorschlägen für die Gründung einer europäischen Stifung zur Digitalisierungsinitiative

15.00 Uhr
Ort: Benediktiner-Kloster Scheyern
Sonderführung durch die Jubiläumsausstellung „900 Jahre Benediktiner in Scheyern“

17.00 Uhr
Ort: Gasthaus Pfaffelbräu, Hauptplatz Pfaffenhofen
gemeinsames Abendessen mit ÖDP-Stadträten und Kreisräten sowie weiteren ÖDP-Aktiven im Landkreis Pfaffenhofen.

19:00 Uhr
Ort: Pfarrsaal, Scheyererstraße 2
Vortrag: „Europa ist zu wertvoll, um es Populisten & Lobbyisten zu überlassen“ 

 

Samstag, 25. Mai 2019
vormittags

Ort: Hauptplatz Pfaffenhofen

Thema: „Europawahl“
Besuch beim ÖDP-Infostand mit Gelegenheit für Besucher, sich das Buch „Die Diktatur der Märkte – Aufbruch in die sozio-ökologische Wende!“ vom Autor signieren zu lassen.

Gesellschaftlicher Rückenwind in Zeiten des Unbehagens

ÖDP-Kreistagsfraktion zieht im Vorlauf der Kommunalwahlen Bilanz

Im Internet kursiert gerade ein Meme, in dem in Bezug auf die rasanten Positionswechsel in Europa- und Bundespolitik ironisch gefordert wird, einmal einen General zum Verteidigungsminister, einen Lehrer zum Kultusminister etc. zu machen, um ein wenig Fachkompetenz in die Politik zu bringen. In dieser Hinsicht sieht sich die Kreistagsfraktion der ÖDP gut aufgestellt, die mit dem geisteswissenschaftlichen Lehrer und Heimatforscher Reinhard Haiplik, dem Umweltingenieur Siegfried Ebner und dem Hausarzt Dr. Stefan Skoruppa ein breites Feld kompetent abdecken kann. Durch die Konzentration auf verschiedene Schwerpunkte ist dies in den vergangenen fünf Jahren auch gelungen, sei es, im letzten Jahr mit dem Blühsamenantrag  von Ebner im Umweltausschuss oder die Anregung zu Klimaschutzinformationen und -maßnahmen  sowie zuletzt dem CO2 Rechner auf einem  Bierdeckel, auf dem Bürger ihren CO2-Ausstoß ganz einfach berechnen können, oder dass Skoruppa die Pläne zum Umbau und zur Geschäftsführung der Ilmtalklinik kritisch begleitet.

Neben diesen Erfolgen spürt die Partei allgemein gerade einen Rückenwind aus der Gesellschaft, sich auch unter anderem durch viele Beitritte manifestiert. Dieser positive Umstand hat jedoch einen ernsten Hintergrund, da die Folgen von Artensterben und Klimaerwärmung nun endlich stärker ins gesamtgesellschaftliche Bewusstsein rücken. Dieses Bewusstsein nach den nächsten Kommunalwahlen in reale Politik und zu überführen, ist Kernanliegen der ÖDP, was der Kreisvorsitzende Richard Fischer so auf den Punkt brachte: „Würde die Politik unseren Leitlinien folgen, wären die Kinder am Freitag in der Schule.“ Denn dass es an einem wirklichen Umdenken im Kreis noch hapert zeigen nicht zuletzt die fortgeführten Planungen für flächenversiegelnde Gewerbegebiete und Straßen mitten durch Waldgebiete. Dies ist auch insofern problematisch, als dass jeder neu geschaffene Arbeitsplatz in einer Gegend mit Vollbeschäftigung automatisch Zuzug bedeutet. Da viele Kreispolitiker jedoch der dafür verantwortlichen, verhängnisvollen Wachstumsideologie anhängen, ist ein Engagement der ÖDP als Regulativ notwendiger denn je. Ferner muss darauf hingewirkt werden, einen noch stärkeren regionalen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. „Wir sind keine Wohlfühlpartei, sondern eine ehrliche Partei, die das Leben der Enkel im Blick hat“, fasste es Reinhard Haiplik zusammen.

 

Vortrag von Sigi Ebner: Klimaschutz und regionale Energiewende

Vorschläge der ÖDP-Kreistagsfraktion zum Klimaschutz

PM "Fridays for Future"

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